von Karl W. Hoffmann

Die nationalen Bildungsstandards samt Aufgabenbeispielen liegen im Fach Geographie nunmehr vor und fließen in neue Lehrpläne ein.

Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Unterrichtspraxis?

  • Wie lassen sich Lehr- und Lernprozesse in einem standardbasierten Geographieunterricht erfolgreich gestalten?
  • Worin liegt der Mehrwert einer um Kompetenzen erweiterten Aufgabenkultur?
  • Von der klassischen Wissensorientierung zur „1–4–6–Regel“ der Kompetenzorientierung

Bis PISA war scheinbar klar, dass Schüler das wissen müssen, was die Lehrpläne festschrieben und Schulbücher anboten. Das der PISA - Studie zugrunde liegende Literacy-Konzept stellte die klassische Wissensorientierung grundlegend in Frage. Es geht nicht mehr nur um die Wissensaneignung, sondern um die Fähigkeit, erworbenes Wissen anzuwenden, Fragen zu erkennen, aus Belegen Schlussfolgerungen zu ziehen sowie Entscheidungen in komplexen Zusammenhängen zu treffen.

Auf diesem Hintergrund wird seitdem in der geographischen Fachdidaktik die Diskussion um die sechs Kompetenzbereiche geführt. Für jeden der sich ergänzenden geographischen Kompetenzbereiche wurden Standards formuliert, mit denen sich die Förderung einer geographischen Gesamtbildung planen und auch überprüfen lässt. Aufgabenbeispiele für die Hand des Lehrers veranschaulichen dies.

Grundsätzlich kann kompetenzorientierter, standardbasierter Geographieunterricht dann gut realisiert werden, wenn man einem Orientierungsrahmen, z. B. der „1–4–6–Regel“ folgt: ein Unterrichtsthema – vier Raumkonzepte – sechs Kompetenzbereiche.

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