von Carina Peter

Eine Methode zur Umsetzung des konstruktivistischen Ansatzes

Kinder und Jugendliche bauen Vorstellungen auf, die sie aus Medien wie Internet und Fernsehen erhalten haben. Aber auch alltägliche Erfahrungen oder Gespräche mit Eltern und Freunden führen dazu, dass Schülerinnen und Schüler Vorstellungen, Erklärungsmodelle und Konzepte (conceptions) zu Sachverhalten und Phänomenen entwickeln. Diese Präkonzepte sind oftmals nicht mit den in der Schule vermittelten Unterrichtsinhalten kompatibel.

Der Lehrer übergeht diese Konzepte häufig in dem Glauben, sie werden sich im Laufe des unterrichtlichen Prozesses relativieren. Dabei sind solche Präkonzepte fest im Gedächtnis der Schülerinnen und Schüler verankert und „lassen sich im Unterricht nicht einfach überwinden oder ersetzen“ (REINFRIED 2007: 22). Präkonzepte haben sich als eine zentrale Ursache für Lernschwierigkeiten erwiesen (vgl. DUIT 1993: 16). Daher scheint es von Bedeutung zu sein, sie im Unterricht zunächst aufzugreifen, um sie dann einbeziehen und wandeln zu können.

Seit Ende der 1970er Jahre beschäftigen sich Wissenschaftler mit den Veränderungsmöglichkeiten solcher vorunterrichtlicher Konzepte. Danach müssen die Präkonzepte in Fachkonzepte umgewandelt werden. Demnach geht es um einen Wechsel der Konzepte (Conceptual Change). Da dieser Ansatz gerade erst seinen Weg in die Geographiedidaktik findet, bleibt eine Vielzahl von Fragen für eine fundierte Implementierung in den Unterricht offen. Daher soll primär der folgenden Fragestellung nachgegangen werden: Wie kann eine praktische Umsetzung des Conceptual Change im Erdkundeunterricht erfolgen, bei welcher die Momente der Vorstellungsveränderungen bei den Schülerinnen und Schüler und Schüler erkennbar werden?

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